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Australien ist eines der größten Bergbauländer der Welt. Es verfügt über enorme Kohle-, Bauxit- und Kupfervorkommen und spielt für die globale und auch deutsche Rohstoffversorgung eine große Rolle. Das gilt auch für die in Australien geförderten „seltene Erden“.

Im einzelnen verfügt Australien über

  • Die weltweit größten Vorkommen von Braunkohle,´Eisenerz, Zink, Blei, Nickel und Uranium
  • Die weltweit zweitgrößten Vorkommen von Bauxit (was zur Herstellung von Aluminium verwandt wird) und Tantalum
  • Die weltweit drittgrößten Vorkommen von Kupfer
  • Die weltweit viertgrößten Vorkommen von Silber
  • Zusätzlich wird Australien in den nächsten Jahren zum zweitgrößten Förderland von Liquified Natural Gas.

Schon die Disposition über einen einzigen dieser Rohstoffe ist in diesen Ausmaßen ist beeindruckend. Gemeinsam genommen sind die Rohstoffvorräte Australiens jedoch einfach gewaltig. Australien wird daher auch das „lucky country“ genannt. Der Economist bezeichnete es als „The Golden State“.

Australien exportiert Rohstoffe im Wert von etwa 200 Mrd pro Jahr. Das bereitet Australien nicht nur ein fabelhaftes Einkommen, sondern inzwischen auch Kopfschmerzen, da der Rest der Wirtschaftskraft von der Erschließung der Rohstoffvorkommen absorbiert wird und bestenfalls stagniert. Die Zeit des letzten Miningbooms ist inzwischen jedoch vorbei. Dennoch ist Australien immer noch einer der weltweit größten Bergbaumärkte mit erheblichen Potential für deutsche Unternehmen.

Deutschland importiert Rohstoffe in hohem Maße aus Australien, vor allem Kokskohle, Eisen, Kupfer, Blei und teilweise auch seltene Erden. Im Jahre 2009 hat Deutschland Rohstoffe im Wert von über 1 Mrd. Euro aus Australien importiert. Zwei Jahre später lag dieser Wert 2011 bereits bei 1,5 Mrd. Euro.

Die Beteiligung deutscher Firmen an australischen Rohstoffprojekten hat eine lange Tradition. Größere Beteiligungen der Ruhrkohle AG und der Rheinbraun AG wurden allerdings schon vor Jahren veräußert. Aktuellere Beispiele sind die Übernahme der Hanson Gruppe durch Heidelberg Cement, die Beteiligung der Deutsche Rohstoff AG am Woframabbau oder die Absichtserklärung von Siemens, mit der australischen Firma Lynas künftig gemeinsam Permamentmagneten aus seltenen Erden herzustellen

Traditionell besteht auch eine intensive deutsche Beteiligung im Bausektor. Bauunternehmen sind auch stark in den Bergbau involviert. Obwohl sich Bilfinger Berger vom australischen Markt zurückgezogen hat, wird mit der Leighton Gruppe (insbesondere Thiess und Leighton Contractors) immer noch das größte australische Bauunternehmen von der Hochtief AG beherrscht. BASF ist am Aufbau eines Forschungs- und Entwicklungszentrums für Bergbau, dem Australian Minerals Research Center in Perth beteiligt.

Wir unterstützen als Rechtsanwalt und Kanzlei in Australien viele deutsche Mittelständler, die als Zulieferer für die Bergbauindustrie tätig sind. Das betrifft vorwiegend Western Australia und in Queensland. Dabei geht es zum einen um einen ausreichenden Schutz des technologischen Know-Hows, zum anderen aber um eine erfolgreiche Teilnahme an Ausschreibungen und der sorgfältigen Ausführung der im Detail vereinbarten Aufträge. Da die Bau- und Explorationsvorhaben oft einen engen Zeitrahmen haben, sind unerwartete Veränderungen oft vorprogrammiert. Unsere Projektabteilung betreut umfassend größere Vorhaben wie zum Beispiel den Bau von Anlagen. Nähere Ausführungen zu Hindernissen und Erfolgen finden sich auch im Aufsatz von Dr. Wolfgang Babeck, in Legal Survival Strategies in Anglo-Saxon-Countries. Exemplified by Mining Projects in Australia. Rechtliche Überlebensstrategien in angelsächsischen Ländern am Beispiel von Bergbauprojekten in Australien, Mining Report Glückauf! 151 [2015], 294-301; http://mining-report.de/online-kiosk/mining-report-glueckauf-ausgabe-4-august-2015/.





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